Die vielseitige Bambuspflanze


Botanisch gesehen ist Bambus kein Baum sondern ein Gras. Die Botaniker können mehr als 1 300 Bambusarten weltweit. In China wurde Bambus schon sehr früh als Baumaterial und Nahrungsmittel entdeckt. Die Stämme - Halme sind sehr biegsam und gleichzeitig sehr hart, lassen sich gut bearbeiten und sind vielseitig einsetzbar: Möbel, Zäunen, Geschirr, Besteck, Teppiche, Parkettboden, Bekleidung, Socken, Stoffe, Jersey, Kosmetik, Nahrungsmittel und sogar Fahrräder werden davon gebaut.

Bambus ist eine schnellwachsende Pflanze. Manche Arten wie z.B. Moso (für die Textilherstellung)  wachsen bis zu 1 Meter am Tag und erreichen bis zu 30 Meter Höhe. Bambus bildet permanent viele neue Ausläufer und Sprossen. China nachhaltige Forstwirtschaft sorgt für den ökologisch verantworteten Abbau. Die Bauern markieren jeden neuen Stamm, erfassen das Datum und den Standort. Die Bestimmung von Herkunft, Alter und Qualität des Bambus ist eine tägliche Aufgabe der Moso-Organisation in China. (baulinks.de)

Bambus Wald

Erneuerbare Energiequelle & Umwelt

Schnelles Wachstum, keine Düngemittel, Pestiziden und keine Wiederbepflanzung: Bambus vermehrt sich schnell, fast wie ein Unkraut und das vermeidet den weiteren Ausbau der landwirtschaftlichen Flächen und die Zerstörung der Wälder. Er gehört zu den nachhaltigsten Naturfasern weltweit. Für die Bepflanzung wird viel weniger Wasser gebraucht als bei der Baumwolle, sein Ertrag ist 10 mal größer als der Ertrag, den man von Baumwolle bekommt. Bambus als Pflanze produziert über 35% mehr Sauerstoff als ein vergleichbarer Bereich von Bäumen, absorbiert viel Kohlendioxid, ist biologisch abbaubar und besitzt hypoallergen wirkende Inhaltsstoffe. Diese unkomplizierte schnell wachsende und umweltfreundliche Baumbuspflanze ist ein preiswertes Naturprodukt.